JVA Schwerte 1970
Weibliche Gefangen in der Justizvollzugsanstalt Schwerte?

Aus diesem Grund wurde die Anlage mit zwei getrennten Haftbereichen gebaut. A-, B- und C-Flügel, sowie der F-Gang waren für männliche Gefangene vorgesehen, der E-Flügel für die weiblichen Gefangenen. In dem Bereich wurde auch die Anstaltswäscherei angesiedelt, da man Ende der 60'iger Jahre glaubte, dort typische "Frauenarbeitsplätze" zu schaffen. Ein weiteres Baumerkmal für die Unterbringung von Frauen ist eine Empore in der Anstaltskirche, die nur über den Frauenflügel erreichbar ist. Hier sollten die weiblichen Gefangenen über den Köpfen der männlichen Gefangenen an dem Gottesdiensten teilnehmen können. 1971 ging die Anstalt in Betrieb, jedoch als Einrichtung des geschlossenen Männervollzuges mit 269 Haftplätzen.

Im Jahre 2004 wurde die Justizvollzugsanstalt Schwerte umfassend erweitert.

Im März 2003 war der erste Spatenstich zur Erweiterung der JVA Schwerte. Die Gesamktkapazität wurde auf 364 Haftplätze erhöht. Eine Sporthalle löste den stark witterungsabhängigen Sportplatz ab und die alten, zu engenArbeitsräume wurden durch neue, moderne Werkhallen ersetzt. Auch wurde das Sicherheitssystem entschieden erweitert. Besondere Behand- lungsschwerpunkte sind die So­zial­thera­peu­tische Abteilung, drei Wohngruppen für junge Straftäter, eine Abteilung für die Vorbereitung auf Drogentherapien und eine Schulabteilung.

2016 wurde der bislang letzte Bauabschnitt fertiggestellt.

Die 2004 begonnenen An- und Umbaumaßnahmen sind inzwischen abgeschlossen. Die Sanierung im Altbau wurde fortgesetzt. Der Umbau und die Erweiterung des Verwaltungs- und Besuchsbereichs wurden 2016 abgeschlossen.