Schon vor der Eröffnung um 10:00 Uhr fanden sich zahlreiche Menschen vor der Besucherpforte der JVA Schwerte ein, die gespannt darauf warteten, einen Einblick in den Haftalltag der Gefangenen zu erhalten.
Nach dem Einlass wurden die Besucher und Besucherinnen auf einen Rundweg durch die Anstalt geführt umso zu den zahlreichen Stationen zu gelangen die Informationen und Gespräche über die Aufgaben, die Angebote für Gefangene und den Alltag der Justizvollzugsanstalt bereithielten.
Fachdienste, der medizinische Dienst, die Seelsorge, die Verwaltung, die Schule, der Sportbereich, die Werkbetriebe und viele Bereiche mehr stellten sich an ihren Stationen umfassend vor.
Es konnte ein Gefangenentransportbus der JVA Hamm besichtigt werden und am Stand „Karriere Justiz NRW“ bestand die Möglichkeit für Interessierte sich über die zahlreichen Berufsbilder der Justiz zu informierten.
Großen Anklang fanden die Aktion der Gefangenenküche, hier konnten die Gäste einen deftigen Eintopf probieren, die Möglichkeit verschiedene Hafträume zu besichtigen und der Verkaufsstand der Arbeitstherapie der JVA Schwerte, wo zahlreiche Produkte aus eigener Herstellung gekauft werden konnten.
Am Ende des Rundgangs gab es für die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit sich an der Grillstation zu stärken oder in der Kantine bei Kaffee und Kuchen das Erlebte Revue passieren zu lassen.
Für die JVA Schwerte war der Tag der offenen Tür eine große logistische Herausforderung, aber der Einsatz der Bediensteten hat sich gelohnt: Viele Klischees zum Thema Gefängnis konnten revidiert werden und von den meist sehr interessierten Gästen gab es viele positive Rückmeldungen.
Seit mehr als 50 Jahren im Dienst der Allgemeinheit
Die Grundsteinlegung zum Bau der Justizvollzugsanstalt Schwerte erfolgte im Jahre 1968. Fertiggestellt wurde die Anstalt mit 269 Haftplätzen drei Jahre später. Zu diesem Zeitpunkt befand sich der Bauplatz auf einem freien Feld. Inzwischen ist der Ortsteil Ergste an die Anstalt herangewachsen.
1971
Ursprünglich sollten hier männliche und weibliche Gefangene ihre Strafe verbüßen, doch daraus wurde nichts. Als Vollzugsanstalt für männliche Erwachsene mit "Modellcharakter" ging die JVA Schwerte schließlich in Betrieb. Daraus geworden ist eine Justizvollzugsanstalt mit einem großen Behandlungsangebot für Gefangene mit Drogen-, Gewalt- und Sexualstraftaten, sowie mit Sozialisations- und Schulbildungsdefiziten.
2005
Im März 2003 war der erste Spatenstich zur Erweiterung der JVA Schwerte. Die Gesamtkapazität wurde auf 351 Haftplätze erhöht. Eine Sporthalle löste den stark witterungsabhängigen Sportplatz ab und die alten, zu engen Arbeitsräume wurden durch neue, moderne Werkhallen ersetzt. Auch wurde das Sicherheitssystem entschieden erweitert.
2016
Mit dem Umbau und der Erweiterung des Verwaltungs- und Besuchsbereichs wurde 2016 der bislang letzte Bauabschnitt abgeschlossen.









