"Normalerweise verteile ich nur im Wahlkampf Rosen" stellte Justizminster Thomas Kutschaty fest, als er gemeinsam mit der Anstaltsleiterin Frau Gabriele Harms nach der gelungnen Premiere der jüngsten Produktion des "theaterlabors schwerte" Rosen an die Schauspieler übergab. Zur Premiere des Stücks "Die Rückkehr", der bereits zehnten Produktion des "theaterlabors schwerte", hatte sich der Justizminister auf Einladung des Kulturportals www.knastkultur.de externer Link, öffnet neues Browserfenster und der Anstaltsleitung der JVA Schwerte auf den Weg gemacht, um sich das Stück anzuschauen.

Sichtlich beeindruckt lobte er den hohen Standard der Aufführung in einer kurzen Ansprache nach der Vorstellung. Auch betonte noch einmal die Wichtigkeit von Kunst- und Kulturarbeit in Justizvollzugsanstalten für den Wiedereingliederungsprozess der Strafgefangenen. Auch die Schauspieler, die bis auf eine Studentin allesamt Gefangene der JVA Schwerte sind, waren sichtlich beeindruckt. Das der Justizminister des Landes Nordrhein Westfalen extra gekommen war, um sich ihre Aufführung anzuschauen hatte sie überrascht. "Das gibt uns das Gefühl wirklich auf dem richtigen Weg zu sein" erklärte anschließend einer der Schauspieler.

Das "theaterlabor schwerte" ist ein Projekt der Gefangenen und der evangelischen Gefängnisseelsorge der JVA Schwerte unter der Leitung von Pfarrer Dirk Harms (Diplom Theaterpädagoge ARS). Das "theaterlabor schwerte" wurde im Januar 2004 gegründet. Seitdem findet einmal jährlich, in der Regel im Herbst, eine Aufführungsreihe statt. Der Rest des Jahres ist angefüllt mit physischem Training, ausgiebigen Proben, Stück- und Bühnenentwicklung.

Für das Stück "Die Rückkehr" waren sechs Aufführungen für die Öffentlichkeit und eine Aufführung für die Gefangnen der JVA Schwerte veranschlagt. Im Schnitt gab es ca. 70 Zuschauer pro Aufführung in der ausverkauften Anstaltskirche der JVA Schwerte, in der das Stück aufgeführt wurde.